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Dokumentationsbericht

für Arbeitsstipendium 2023-2024

 

Arbeitstitel für das geplante Projekt

 

„Das ist ein Ap fel … oder?“

„Alles was wirklich von Bedeutung ist,

Schönheit, Liebe, Kreativität, 

Freude und innerer Frieden  -

sein Ursprung ist jenseits des Verstandes.“

Eckhart Tolle

 

Projekt Thema:

 

Altwerden / Altsein / Vergesslichkeit und Erinnerungslücken

 

Welche neuen Bilder entstehen, wenn Worte fehlen und die Erinnerung versagt?

In künstlerischer Praxis soll erforscht werden, welchen Veränderungen ein Mensch im Prozess des Altwerdens ausgesetzt ist, ein Tabu soll auf diese Weise ins öffentliche Licht gerückt werden.

 

 

Von der Theorie zur Praxis:

 

Das Projekt beginnt mit einem A4 Heft, in das die ersten Gedanken und praktischen Schritte in Schrift und Zeichnung eingetragen werden.

Siehe Beilage 1

 

Um das Thema zu festigen, sind vorerst kurze Anfragen geplant und geführt, die aufzeigen sollen, ob Menschen grundsätzlich bereit sind, offen über Altsein und Vergesslichkeit zu reden. Dabei stellt sich heraus, dass zur Vergesslichkeit ohne Weiteres gesprochen wird. Jedoch zum Thema „Alter“ eher Zurückhaltung stattfindet.

 

Die eigentlichen Interviews beginnen Ende Jänner 2023 in Form von persönlichen Gesprächen von Angesicht zu Angesicht, per Telefon oder Internet (Email, Zoom Meeting)

Da wir dialogische und interaktive Wesen sind, wurde bald klar, dass sich im direkten Kontakt die ausführlichsten Ergebnisse zeigen. Interessant sind die unterschiedlichen Reaktionen zwischen Frau und Mann: Männer geben sich weniger auskunftsfreudig zum gegenständlichen Thema.

 

Das Projekt „Das ist ein Apfel … oder?“ wird in einem Zeitraum von Jänner bis Oktober 2023 durchgeführt. 

Es entstehen 32 Gespräche und 40 Foto-Installationen

Siehe Beilage 2

 

Während dieser Tätigkeit wird festgestellt, dass die Zugänge zu den Erinnerungsversuchen von den individuellen Wahrnehmungspraktiken

abhängen und zwar von der

Visuellen Wahrnehmung ("Sehen")

Auditiven Wahrnehmung ("Hören")

Gustatorischen Wahrnehmung ("Schmecken")

Olfaktorischen Wahrnehmung ("Riechen")

Vestibulären Wahrnehmung ("Gleichgewichtssinn")

Sensibilität ("Fühlen") 

 

 

Für ein vertrauensvolles Gespräch zeigt sich die Notwendigkeit der Anonymität und manchmal auch eine ungestörte Face-to-Face Kommunikation.

Hingegen in Freundeskreisen wird offen über „Vergessen“ und „Erinnern“ gesprochen.

 

 

 

Die Ergebnisse dieser Gespräche sind die Basis für die Foto-Installationen

 

Die Erinnerungslücken, die bei den befragten Menschen aufkeimen, werden in Form von Foto-Installationen umgesetzt. Während des Entstehungsprozesses kristallisiert sich eindeutig heraus, dass mit dem Medium der Foto-Installation und digitaler Bearbeitung das Sichtbarmachen der Denkvorgänge / Suche nach Begriffen, die im Nebel des Vergessens lagern, am besten gelingt.

Weder Videoclips noch Skizzen, wie ursprünglich geplant, wurden verwendet.

 

Veröffentlichung des Projekts

 

Eine Auswahl der 40 monochromen Fotos und die Dokumentation sind ab Ende Jänner 2024 auf folgenden Websites präsentiert:

.

Website www.ilsehirschmann.eu

Mitgliederdatenbank Künstlerhaus Vereinigung    https://www.k-haus.at

Künstlerdatenbank Burgenland

 

Eine analoge Schau ist für OFFEN 2024 in der werkstätte für kunst im leben, Müllendorf, vorgesehen.

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